Der FSR Informatik hat den Luxus eines relativ vollständigen Archives seiner Arbeit. In Haus E gibt es zwei Schränke mit Aktenordner voller Protokolle, Resolutionen, Briefe und vielem mehr.
Um auch anderen den Spaß an diesem Archiv nicht zu nehmen werden wir hier in unregelmäßigen Abständen kleine Schätze veröffentlichen. Ich fange mit einem aus dem Jahr 1977 an:
Anscheinend hatte das Hamburger Abendblatt in einem Artikel folgenden Satz abgedruckt (den Artikel haben wir nicht im Archiv):
Wenn die CDU die Verantwortung im Rathaus übernehmen sollte, "würden wir" - so Landesvorsitzender Jürgen Echternach - "als erstes dafür sorgen, daß die Revolution in den Hamburger Schulklassen aufhört und die Hochschulen nicht mehr Trainingscamps der Terroristen sind".
Daraufhin hat der FSR Informatik den Präsidenten der Uni dazu aufgefordert, "die notwendigen politischen und juristischen Schritte zu unternehmen, um Herrn Echternach die Wiederholung seiner Verleumdungen der Hochschule zu untersagen und eine Gegendarstellung zu erreichen".
Kurze Zeit später (am 23.7.) erhielten wir eine etwas zurückhaltende Antwort: die Aussage sei nicht in Ordnung, sollte sie getätigt worden sein so würde der Präsident auf einem demnächst mit Vertretern der CDU stattfindendem Treffen in geeigneter Form zurückweisen.
(Wahrscheinlich) später hat auch noch der Präsident der Uni (Fischer-Appelt) im Hamburger Abendblatt deutlich gemacht, dass der Terrorismusvorwurf fehl am Platze sei:
Ich habe selten einen Vorwurf gehört, der mehr die Wirklichkeit verfehlt.
Leider ist der Artikel nicht datiert und ich bin zu faul irgendwo nach dem Datum zu suchen. Da er aber zusammen mit den beiden Briefen abgeheftet wurde gehe ich davon aus, dass er im direkten Anschluss erschienen ist.
Update:
Martin hat mich darauf hingewiesen, dass die TU Harburg damals noch nicht existierte. Sie wurde allerdings im Folgejahr gegründet, was zu denken gibt...