Donnerstag, 17. Juni 2010Besuch im Haushaltsausschuss des StupaBesuch im Haushaltsausschuss des Stupa Die KIF wird im Juni 2011 in Hamburg stattfinden. Der FSR hat deswegen die (zweckgebundene) Erhöhung seines Etats beantragt. Da Fachschaften kein Antragsrecht haben, hat freundlicherweise die grüne Hochschulgruppe den Antrag eingereicht. Junge Leute sind das, teilweise leuchtend rot gefärbte Haare, teilweise streng zurückgebundene Haare mit weißer Bluse und Minirock - jede "politische Couleur" ist vertreten. Allesamt blättern in ihren Papieren. Wir nehmen uns zwei Stühle, bitten zu rücken und hören erstmal zu. Da wird gestritten über Kürzungen, begründet wird mit "Die AStA-Broschüren sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen"... der Versammlungsleiter fährt aus seiner Haut und meint, er habe keine Lust sich mit sowas zu befassen. Am Ende sind wir dran. Unser Antrag: Unser Antrag Begründung: Die Fachschaft Informatik wird die KIF 39,0 (39te Konferenz der deutschsprachigen Informatik-Fachschaften) im Sommersemester 2011 ausrichten. Daher entsteht hier erhöhter Finanzbedarf, der sich aus dem normalen Budget der Fachschaft Informatik nicht decken lässt. Die KIF 39,0 ist als Bundesfachschaftentagung der Informatik ein offizielles Gremium der studentischen Selbstverwaltung und hat hohe Priorität. Zusätzlich ist Ausrichtung der KIF für den Standort Hamburg von besonderer Bedeutung, weil sie jedes Semester an wechselnden Unis stattfindet.
Um unseren Antrag zu begründen, kriegen wir viel Zeit uns zu artikulieren. Das geschieht und alle sind der Meinung, dass man uns bestmöglich unterstützen sollte. Wenngleich die Zurückhaltung sich der Listenzugehörigkeit entsprechend ausdrückt - schade. Das Finanzierungsmodell ist für den Ausschuss besonders interessant. Wir setzen 15.000 Euro für die gesamte KIF an, bemühen uns um Sponsoring, BMBF-Förderung und so weiter, aber im Endeffekt sehen wir momentan einen Fehlbetrag von 9.000 Euro. Eine weitere Frage ist, wann wir das Geld brauchen. Denn wenn sich erst noch ergibt, wieviel Geld wir wirklich brauchen, wäre es "ja Quatsch schon jetzt das Geld zu binden". Die Posten, die jetzt schon bezahlt werden müssen, wären höchstens Mieten für die Turnhalle oder das Zirkuszelt, in dem evtl. die Plena stattfinden müssen - weil der Konrad-Zuse-Hörsaal gar nicht 150 Leute aufnehmen kann. Das hätten wir nicht sagen dürfen, denn plötzlich fangen die Leute inhaltlich an, über den Sinn und Zweck zu diskutieren, "da die Uni ja genug andere Räumlichkeiten hat" und dies ja Geldverschwendung sei, außerdem wird von einer KoMa berichtet, die vor 8 Jahren stattgefunden und ungefähr nichts gekostet haben soll. Wie hoch soll also die Erhöhung sein? Das Wort des Versammlungsleiters bestimmt den Kurs seiner Fraktion, das haben wir bereits festgestellt. Er will sich noch nicht auf einen Betrag festlegen, und selbst den Höchstbetrag (< 5.000 Euro) nicht jetzt schon versprechen. Und seine Sitznachbarin hat sich auch auf das Argument der "Gleichberechtigung" eingeschossen - ihre Meinung ist: wenn die Kultur (mit 30 Teilnehmern) 1.000 Euro kriegt, warum dann die Informatik (mit mehr als 150 Teilnehmern) mehr? Dem Argument, dass die KIF im Gegensatz zu der BuFaTa der Kultur eine Großveranstaltung ist wird gar sinngemäß mit "Großveranstaltungen haben kein Recht auf Sonderbehandlung" begegnet. Eine kontroverse Diskussion. Die "Opposition" stellt den Antrag, den Etat doch auf 3.000 Euro zu erhöhen, auch aus Gründen eines konservativen Haushalts - Sebastian ist dagegen, also: 4 zu 3 abgelehnt. Die 1.000 Euro kriegen wir, und "im Notfall würde er das Informatik-Konto im April nochmal auf 4.000-6.000 Euro erhöhen" - per Nachtragshaushalt: so richtig glauben können wir es nicht. Sehr schade. Fazit Zwei Anträge hören wir uns noch an, dann gehen wir doch. Den Rest der Comedy müssen wir uns nicht antun, so richtig gute Laune will sich bei uns doch nicht einstellen. Am Ende hatte es keinen Sinn, dass wir da waren. Die 1.000 Euro hätten wir eh bekommen, und die Erhöhung der festen Zusage auf einen realistischen Betrag hat nicht geklappt. Gelernt haben wir daraus, das ist klar. Wahrscheinlich muss nächstes Mal eine bestimmte andere Liste den Antrag stellen Mittwoch, 21. April 2010Open Access Award 2010Moin, auf der letzten Vollversammlung am 19.04. wurde zum ersten mal der "Open Access Award" verliehen.
Der Open Access Award soll besonderes Engagement für öffentliche Zugänglichkeit von Forschung und Lehre an unserem Fachbereich auszeichnen. Wir sind stolz, in diesem Jahr gleich zwei Awards vergeben zu können. Die Preisträger sind:
Die Verleihung geschah in F-132. Sowohl Prof. Dr. Arno Rolf als auch Vertreterinnen für die Informatik Bibliothek waren anwesend um die Preise entgegen zu nehmen. Falls dir würdige Preisträger einfallen oder in Zukunft welche auffallen, kannst du uns diese gerne melden! sonnige Grüße Donnerstag, 24. Dezember 2009Schöne Weihnachten
Liebe Kommilitonen,
liebe WiMis, liebe Professoren, rückblickend auf ein ereignisreiches Semester möchten wir euch/Ihnen hiermit ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr wünschen. Wir bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit mit der Verwaltung und bei Jan von Soosten, der uns als Planer die meisten Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt hat. Wir sind uns sicher, dass du die künftige Position als Leiter des Studienbüros ideal besetzen wirst. Vielen Dank auch an Herrn Ritter, der während seiner Zeit als Departmentleiter sehr viel für die Kommunikation innerhalb des Fachbereichs eingesetzt hat. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg in Ihrer neuen Position als Prodekan. Besonderer Dank geht an das OE-Team, welches durch die erfolgreiche Integration der drei neuen Studiengänge, wiedereinmal besondere Leistungsfähigkeit bewiesen hat und den Grundstein für den Zusammenhalt unserer Fachschaft darstellt. Viele Grüße, Tim Krämer FSR-Informatik Freitag, 13. November 2009Liveberichterstattung aus dem brennenden AudimaxAhoi, Im Morgenplenum wurden eine Pressemitteilung [0] und ein Forderungkatalog [1] diskutiert, angepasst und schließlich einstimmig verabschiedet. Seit einigen Stunden kingt in kreativer Geselligkeit mit Bier, Glühwein und Livemusik (Liedfett [2]) der Abend aus. Man trifft auf viele Menschen mit denen man interessante Gespräche führen kann oder denen man z.B. beim Klettern zuschauen kann. In unserem wiki [3] findet man auch alle wichtigen Protokolle und uns zugängliche Daten, wir werden uns darum bemühen, dieses stets aktuell zu halten. Mit brennendem Gruß [0] http://mafiasi.de/uni-brennt/pressemitteilung Im anschluss noch ein paar Bilder: Donnerstag, 12. November 2009Die Uni Hamburg brennt!Moin, Seit Gestern Nachmittag (11.11.09 - 16 Uhr) ist das Audimax der Universität Hamburg besetzt! Auf einem angekündigten Treffen von ca. 200 Studierenden um 16 Uhr vor dem Audimax wurde (mehr oder weniger) spontan beschlossen, das Audimax zu besetzen. Die Besetzung soll nicht nur eine Solidaritätserklärung zu den Hochschulen in Österreich auch Missstände in deutschen Hochschulen aufzeigen und aktiv bei der Problem-/Lösungsfindung teilhaben. Zu diesem Zweck haben sich zahlreiche Arbeitsgemeinschaften zu Themen wie Öffentlichkeit, Mobilisierung, Forderungen, Infrastruktur u.v.m. geformt Es wurde natürlich auch (gegen freiwillige Selbstbeteiligung) für Speise und Trank gesorgt. Neben einer Audio-Konferenz mit anderen besetzten Unis, Glühwein und vielen interessanten Gesprächsthemen lernt man auch interessante Personen kennen und engagiert sich ganz nebenbei auch noch aktiv für die Verbesserung der Situation an den Hochschulen. Also nichts wie los, denn: Alle Studierenden der Universität Hamburg sind dazu aufgerufen, sich an der Besetzung zu beteiligen. Also schnell zum Audimax! Schlafsack, Kissen, Laptop und Bier am besten gleich mitnehmen! Wir werden versuchen euch auf dem Laufenden zu halten! sonnige Grüße FSR Informatik P.S.: In einem Bericht, der uns heute Morgen (11:02) direkt von der "Front" erreichte, wurde uns geschildert, wie der erste Morgen nach Besetzungsbeginn verlief: -------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------- Dienstag, 10. November 2009Feuerwehr am InformatikumMontag, 8. Juni 2009Die KIF 37,0 - Ein Bericht
Selbstverständlich bekam man auch etwas von Dortmund mit, da es eine gute Stadtführung gab, die am Freitag stattfand.
Mittwoch, 25. Februar 2009Auf auf: Kostenfrei zur CeBIT
Wie im letzten Jahr, laedt die Steria Mummert Consulting zu einer kostenfreien CeBIT Fahrt ein. Zum anmelden, einfach dem Link folgen
Wer nicht mit Steria Mummert fahren moechte, aber trotzdem ein Ticket haben will, sollte mal bei preisjaeger gucken. Samstag, 22. November 2008Die KIF 36,5 - Ein ErlebnisberichtEinleitungEs ist Mittwoch, ich stehe pünktlich (c.t.) am Hauptbahnhof, das Niedersachsenticket in der einen, mein Mobiltelefon in der anderen Hand. Wo bleibt bloß Martin - der Zug fährt doch um 14:15 (s.t) und noch keine Spur von ihm. Ich steige ein, und tatsächlich ist er gerade im letzten Moment in einen anderen Waggon gesprungen. Welch Glück, der Zug fährt 23 Sekunden Verspätung an. Heute Morgen habe ich noch ausgeschlafen, denn Schlaf ist ein kostbares Gut, wenn man auf eine KIF fährt - und auf der KoMa/KIF erst recht (die Mathematiker haben einen höheren Frauenanteil ^^). Dieses Jahr ist es mein erstes Mal, und obwohl ich schon viel davon gehört habe bin ich sehr gespannt, was da wohl auf mich zukommt. Anreise und AnfangsplenumWir fahren Niedersachsenticket, dementsprechend dauert es, und Martin und ich kommen ins Gespräch. Erwartungen werden ausgetauscht, Studienpolitik, die eigene Diplomarbeit. In Hannover steigen wir mit den Informatikern aus Bremen in die gleiche Regionalbahn. Zufall oder 23? Wir setzen uns zufammen, ein paar der Leute kennt man von vergangenen KIFs, wie Inge oder Beta. Ihr Bierkasten ist entsprechend der Fahrzeit gefüllt - in 35 Minuten sind wir in Paderborn. In Paderborn übernimmt Beta die Führung, die bereits mal in Paderborn war. In Haus E angekommen herrscht Chaos, wir sind zu spät und dementsprechend dauert es, weil nur ein Orga die Anmeldung macht. Martin und ich verzichten auf unser Namensschild. Außerdem wollen wir nicht warten, deswegen bringen wir unsere Sachen nicht zur Turnhalle, wo wir schlafen werden, sondern eilen zum Hörsaal C1, in dem die KoMatiker und Kiffels bereits der Begrüßung durch einen Univerteter lauschen. Weiter geht es mit Formalia: Es wird die Kasse des Vertrauens erklärt (Strich für Bier machen, am Ende gesammelt bezahlen), der Zeitplan, und vor allem das Mörderspiel. Schließlich verlassen die KoMatiker den Raum, und wir sind unter uns. Es folgen Berichte der Fachschaften. Viele andere haben mit CMS (Campus Management System) zu kämpfen, weitere beklagen einbrechende Studienanfängerzahlen und Studiengebühren. In manchen Studienorten gibt es kaum Fachschaftbeteiligung, und die Fachschaftsräte schrumpfen - wir z.B. Berlin, die die nächste KoMa/KIF im nächsten Herbst ausrichten wollen. Doch die Berichte sind nicht nur negativ, einige berichten erfreut und zufrieden auf die gerade überstandenen O-Phasen, wie das in Süddeutschland heißt (siehe auch: OE). Es wird über neue Professoren_innen und Akkreditierung erzählt, die Einführung und Nichteinführung des Bachelors an verschiedenen Orten, und die Erst-Kiffels werden mit Applaus willkommengeheißen. Arbeitskreise, ArbeitskringelSchließlich geht es zu den AKs. Das Mikro hat inzwischen keinen Strom mehr, und es ist halb zehn. Trotzdem bleibt das Plenum spannend - wenngleich ein Teil der Mannschaft abgehauen ist, weil irgendein Trottel zeitgleich eine Sneak-Preview abhält (siehe AK Sneak). Die AKs sind diese KIF bunt gemischt. Jeder, der Lust hat, mit Leuten über ein bestimmtes Thema zu reden, zu diskutieren, einfach nur Meinungen auszutauschen oder sich Tipps zu holen, kann sein Thema im Anfangsplenum ankündigen oder später einen Spontan-AK bilden. Die Menge der AKs bietet eine ziemliche hohe Bandbreite, so dass für jeden etwas dabei ist. Beginnend mit direkt Fachschaften betreffende Themen wie:
über "politischere" Themen wie
und einfache Freizeitveranstaltungen wie
und noch spaßigere Kreise für
und alternative Themen:
Die Arbeitskreise, die Interesse geweckt haben, werden auf ein Plakat geschrieben und mit Uhrzeit und Raum versehen, so dass man später weiß, wo man hingeht, wenn einem langweilig ist Und wer weiß, welch spannenden AKs spontan aus der Diskussion noch entstehen mögen. Arrr. Das MörderspielEin wichtiger Teil der KoMa/KIF ist das Mörderspiel. Wer mitspielen möchte, trägt sich in eine Liste ein. Jeder, der mitspielt, bekommt ein Opfer zugewiesen (geheim auf Zettel vom Spielleiter). Dieses Opfer muss er umbringen und bekommt dann auch dessen Auftrag, so dass man weitermorden kann. Ein Mord geschieht aber nicht durch Beleidigungsfechten, sondern, wenn man seinem Opfer ohne "Zeugen" etwas gibt, z.B. ein Bier. Deswegen ist oberste Regel auf einer KIF, auf die Frage "Willst Du ein Bier" mit "Stell es dahin." zu antworten. Wer einfach Dinge annimmt, verliert sehr schnell. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Opfer zu finden, ohne selber draufzugehen. Zum Glück spielt man zwei Runden mit, die parallel laufen: Es gibt eine reine KIF-Runde, eine KoMa-Runde und die Vereinigungsmenge der beiden (KoMa/KIF-Runde). Doch nicht nur beim Annehmen ist Vorsicht geboten. Hat jemand eine grüne Katze auf der Schulter, und die nimmst sie, um sie anzugucken, dann kannst Du gerade einen Selbstmord begangen haben! Wenn Du Pech hast und er der Mörder war. Da hilft nur "Schauet her, ich nehme diese grüne Katze von xxx Schulter", damit es - dank Zeugen keinen Toten gibt. Grüne Katzen und WerwölfeNach dem Plenum geht es zurück in Haus E, Martin und ich melden uns an und erhalten unsere Mordaufträge. Es ist bereits nach Mitternacht, also hole ich mir schnell einen Kaffee und ein Bier und ein Brötchen vom ewigen Frühstück. An einem Tisch sitzt eine Gruppe und näht grüne Katzen und andere katzengrüne Tiere. Ich setze mich zu den schönsten Mädchen und mache mit. Es soll ja welche geben, deren Wahl wegen der hohen Männerquote auf ein Informatik- oder Mathestudium fällt. Für mich soll es erstmal auch ein Wal werden, der sieht am einfachsten aus. Lange halte ich es aber nicht aus, Nadeln pieksen und außerdem ist am Tisch schon einer gestorben, als wir alle gerade nicht hingeschaut haben - man schaut schließlich die ganze Zeit auf seine Nadel. Ich höre, dass es eine Werwolfgruppe geben soll. Ich nehme mir ein Bier und gehe hoch. Im ersten Stock sitzen 20 Leute im Stuhlkreis. Werwolf kenn hoffentlich jeder - wenn nicht: Anleitung. Beta ist jede Runde, an die ich mich erinnere, Werwolf. Schließlich ist es ca. 4 Uhr morgens, Zeit ins Bett zu gehen. Zur Turnhalle finde ich jetzt eh nicht mehr, also bleibt der AK Werwolf hier im Seminarraum. "Marius, das ist Dein Rucksack, oder?" - "Danke." - "Du bist tot." Na dann gute Nacht. Das ewige FrühstückEtwas unsanft wache ich auf. Der Schlaf war gut, das ist oft so bei Bier. Stuhlkratzen auf dem Boden, laut und nervig. Im Nachbarraum beginnt ein Seminar. Es bleibt laut, anscheinend haben die Seminarteilnehmer Spaß. Und dann geht die Tür auf und ein Prof bittet um den Raum. Zwar hatte man uns den Raum bis um 11 zugesichert, aber halb zehn muss auch reichen, also schnell Sachen gepackt und weg, ins Erdgeschoss. Zähne putzen und Kaffee trinken. Zum Glück habe ich meinen eigenen Becher. An einer Seite des Raums steht eine Buffet mit Aufstrich und Obst, und einem riesigen Kaffeetopf, daneben 4 Kisten mit frischen Brötchen. Rechts zwei Kühlschränke mit Milch und Bier. So soll es sein. Das ewige Frühstück ist Tradition der KIF, und echt mal dringend notwendig. Wenn man Nachts um 5 Uhr noch was essen will, gibt es Suppe und frische Brötchen. Das ist echt entspannt. Nachdem ich also zu mir gekommen bin ist es elf, und ich setze mich zum Katzentisch und schaue mir das Getier an. Hmm, irgendwie ist mein angefangener Wal weg. Ach egal, ich mache einen neuen, schließlich war der erste nicht so weit. Hat jemand einen Stift, mit dem man auf Stoff malen kann? Julia springt auf und holt einen Bleistift. "Damit kann man auf Stoff machen?" - "Nein. Du bist tot." Ha. Ha. Ha. So, auf grüne Katzen habe ich jetzt keine Lust mehr. Ich nehme mir meinen dritten Kaffee und esse noch ein Brötchen. Dann nehme ich mir einen Kaffee gehe ich durch die Räume, auf der Suche nach einem interessanten AK. Free Culture & LebensentwürfeIn Raum E 5 333 treffe ich auf ein paar Leute, die verschiedenen AKs angehören, und wegen der langen Schlafenszeit noch nicht genug Leute beisammen hatten. Jetzt aber soll es losgehen. Der AK Free Culture ist auf initiative eines Bremer Informatikers zusammengekommen, um über die Situation von Wissen und Verfügbarkeit von kulturellen Errungenschaften zu diskutieren. Besonders hervorzuheben ist dabei die Situation an den Unis. So kommt aus den USA das Free Culture Projekt, zu dem sich in Deutschland bereits Interessengruppen in Bremen und Bamberg gegründet haben. "Free Culture" Gruppen setzen sich für eine uneingeschraenkte, partizipatorische und nicht diskrimierbare Kultur ein. Besondere Kritik trifft z.B. der Umgang mit Skripten, dass diese nicht der Weltöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, obwohl ein Professor und eine Uni durchaus ein Interesse an der globalen Verfügbarkeit von Fachwissen haben sollten. Aber auch wissenschaftliche Grundlagenforschung wird immer wieder unter Verchluss gehalten, weil sich einige Wenige einen wirtschaftlichen oder Ansehens-Gewinn davon versprechen. Wer sich dafür interessiert, sollte auch die Resolution lesen. Danach treffe ich auf "Lebensentwürfe". Ein sehr alternativer AK, jemand spricht über sein Migräne/Kopfschmerzen, Esoterik, und über die Abhängigkeit von Aussenbestimmung. Die Meinung von Freunden. Und Fremden. Und der Erwartung, dass andere Erwartungen an einen stellen, auch wenn das gar nicht stimmt. Es wird Mittagspause und wir gehen in die Mensa. Bei der Anmeldung hatten wir Essensmarken bekommen, die anscheinend unbegrenzt Power hatten. Jedenfalls wog mein Salat mehr als 160g und es gab keine Probleme. Ein Freigetränk noch dazu. Nachmittags gibt es dann erstmal AK Schlaf. Und da bringe ich meine Sachen erstmal nach E 5 327, da ist auch Teppich. Sehr schön. Zwei Stunden geratzt, und dann geweckt von AK Lebensentwürfe. Ich schau mir das an, aber da das einzige, was passiert, eine gutanssehende blonde Kunststudentin ist, die man schminken und betüdeln darf, gehe ich uninteressierter Weise runter und kümmere mich um das ewige Frühstück. Heute Abend werde ich wieder hierherkommen, schließlich liegt hier mein Schlafsack. Power Point KaraokeAm Freitag Abend findet im Hörsaal das Zwischenplenum statt. Später angereiste Fachschaften können noch von ihrer Uni berichten, aber vorallem soll die bisherige Arbeit der AKs vorgestellt werden, und die Zeit des Abschlussplenums zu schonen, weil hier schon Diskussionen mit allen stattfinden können und die weitere Arbeitsrichtung gelenkt werden kann. Das dauert aber nur zwei Stunden, so dass jetzt der Grill angeschmissen werden kann. Dabei: Die KoMatiker hatten gewettet, dass sie zwar nach uns (erst um 8 Uhr) anfangen würden, aber trotzdem vor uns fertig wären! Das dürfen wir nicht auf uns sitzen lassen und der Raus-Weg führt uns durch C2, den Hörsaal der KoMatiker, denen wir eine Polonese mit vielen Arrrr-Rufen (Piraten machen das) vorführen. Jetzt aber los, grillen. Einige spielen Munchkin mit Freibeuter-Erweitung, andere nähen grüne Katzen. Andere sitzen am Laptop und suchen Piratenkampfsprüche fürs Beleidigungsfechten heraus. Es gibt lecker Fleisch, Arrrr!! Mein Schwert wird Dich durchbohren wie einen Schaschlik! Mit meinem Taschentuch werde ich Dein Blut aufwischen! Arrr! Endlich findet im Hörsaal "Power Point Karaoke" statt. Muelli ist auch angekommen, und wir holen einen Kasten Bier, während Stoney dran ist, denn hier ist keins. Auf der KIF ist Power Point Karaoke noch relativ jung, und als wir wiederkommen, redet er immernoch. Es geht weiter mit Vorträgen über Schokolade, Bismarck, den Papst und diverse andere Trivia. Danach suche ich noch eine Werwolfrunde, finde aber keine. Na gut, beschäftige ich mit meiner grünen Katze. Zu spät komme ich dann aber doch noch ins Bett. Abschlussplenum und MöhrenkampfDas Abschlussplenum beginnt am Sonnabend, um 19 Uhr. Um 19:20 Uhr fangen wir an. Es gibt keine Fachschaften mehr, die über ihre Uni breichten möchten, deswegen beginnen wir mit den Berichten aus den AKs. Jeder Arbeitskreis kommt nach vorne, und stellt vor, was er so gemacht hat, und welche Ergebnisse er erzielt hat. So werden auch alle grünen Katzen nach Vorne geworfen und photographiert. Der "Weltrevolution jetzt!" AK hat es leider zeitlich nicht geschafft, die Weltrevolution unzusetzen, verschiebt dies aber auf die nächste KIF und sucht noch nach einem geeigneten Versionierungstool und benötigt mehr grüne Katzen. Der AARRRR- K bereitet zum nächsten Mal eine Piratenkapitänswahl vor: Dieses Jahr hat Dave gewonnen - Arrrr!!, und AK Toys'R'Us hat ein Kindersaxophon mit Gamepad kombiniert - man kann jetzt Saxophon-Hero spielen und Dave ist Sax-Hero. Nach der zweiten Pause holen wir erneut Bier. Die AKs haben alle berichtet. Weiter werden die folgenden KIFs auf willentliche Fachschaften verteilt. Zudem werden Vertreter für Gremien wie den studentischen Akkreditierungspool gewählt. Endlich geht es los mit den Resolutionen. Dabei ist es erst Mitternacht. Inzwischen dämmert es - mir. Nicht draußen, aber auf der Liste, wann das Abschlußplenum ende, habe ich 1:24 eingetragen. Utopisch inzwischen... :/ Aber das Plenum verläuft doch wie erwartet: Diskussionen und Vorwürfe, Abstimmungen und Gegenreden, Bier, Kaffee, Katzennähen. Ich ärgere mich, dass ich vorher nichts neues mehr angefangen habe - das würde jetzt bestimmt fertig werden. Die Resolutionen werden heiß diskutiert, umstrukturiert, nochmal diskutiert, verworfen oder verabschiedet. Die KoMatiker kommen herein, ihr Plenum ist beendet und sie bilden eine Polonese durch den Vorlesungssaal und zeigen uns den Schweigefuchs. Es dauert. Und dauert. Es wird weiterdiskutiert. Wir machen eine Pause. Es wird weiterdiskutiert. Die Resolutionen sind auf der Resolutionsseite im KIF Wiki zu finden. Eine letzte Pause, und das Ende der Sitzung naht. Wir diskutieren ein wenig über die Redeleitung, dann geht es mit leeren Bierkästen und Flaschen bewaffnet zurück, die Hinweisschilder von der Wand reißend. Die KIF ist vorbei. Martin, Muelli und ich packen unsere Sachen und gehen. Noch ein wenig geredet, verabschiedet, Rucksäcke fertig gemacht, Bier eingesteckt, Kaffee geschlürft. "Kommst Du mit, Sachen aus der Turnhalle holen?" - "Welche Turnhalle?" Taxi gerufen, in die Bahn gestiegen. Es ist 7:21 Uhr, der RE rollt an. FazitWenn ich ehrlich bin, habe ich an diesen Tagen nicht mehr als 1 Flasche Mineralwasser getrunken - abgesehen von Bier und Kaffee. Es ist wirklich eine tolle Erfahrung auf die KIF zu fahren, und ich kann es wirklich jedem empfehlen. Unabhängig davon, wer man ist, ob man sich politisch interessiert, gerne näht, spielt oder sich einfach nur unterhält - auf einer KIF ist meiner Meinung nach für jeden genug dabei, dass man sich nicht zu langweilen braucht. Ich werde nächstes Mal wieder mitfahren, und bei der Gelegenheit ärgere ich mich, dass ich zum 25C3 nicht mitfahren kann, weil ich dort bestimmt ein paar bekannte Gesichter wiederzutreffen erfreut wäre. Meine grüne Katze ist ein fetter Wal und ich habe ihn meiner Freundin geschenkt. Er heißt jetzt Rasmus und kommt aus Norwegen. Vielleicht stelle ich ja bald ein Photo von ihm hier ins Blog. Nächstes Jahr nähe ich ihr einen katzengrünen Tux. In diesem Sinne, hoffentlich fährst Du nächstes Mal (20. bis 24. Mai 2009) mit nach Dortmund - die Anmeldung ist bereits freigeschaltet. Ahoi, Marius Donnerstag, 25. September 2008Freiheit statt Angst am Samstag, den 11.10. in Berlin
Moin Moin,
am Samstag, den 11.10.2008 findet in Berlin wieder einmal die Demo mit dem Titel Freiheit statt Angst statt. Die zentralen Anliegen der Demo sind:
fuer den vollstaendigen Aufruf und weitere Informationen, besuche http://www.freiheitstattangst.de Wir unterstuetzen die Demonstration und rufen dich auf, an ihr teilzunehmen. Berlin ist gottseidank nicht ganz so weit weg und am Samstag kann man fuer wenig Geld mit der Bahn fahren. Wir planen, am Samstag mit Wochenendtickets nach Berlin zu fahren, auf die Demo zu gehen und anschliessend mit der Bahn wieder nach Hause zu fahren. Wenn du mit uns gemeinsam hinfahren moechtest, schreibe uns am besten eine Mail, damit wir uns am Hauptbahnhof verabreden koennen. Die Kosten werden sich zwischen 0 und 15 Euro belaufen. Wenn du mitkommen moechtest, aber Angst vor den Kosten hast, schreib uns eine Mail, wir finden bestimmt eine Loesung. Um ein wenig mehr auf uns aufmerksam zu machen, wollen wir Transpis herstellen. Die Materialien werden vom FSR gestellt, lediglich die Ideen und die Arbeit muessen von dir kommen. Es wird sich zum gemeinsamen Transpi-Malen getroffen um zwar am Freitag, den 10.10. um 11:00 Uhr im c.t. MfG FSR Informatik Sonntag, 29. Juni 2008Öffentliche Anhörung zu Studiengebühren [Update]
Nach wie vor ist das Thema Studiengebühren ziemlich heiß. Der Senat aus CDU und GAL plant eine Neugestaltung der Studienfinanzierung, SPD und Linke haben insgesamt vier Anträge zur Abschaffung von Studiengebühren bzw. einen Stopp der Exmatrikulation bei Nichtzahlung der Gebühren eingereicht. Mit allen diesen Dingen befasst sich seit letzter Woche der Wissenschaftsausschuss der Bürgerschaft. Der Wissenschaftsausschuss trifft sich meist Dienstags um 17 Uhr im Rathaus - und alle Hamburgerinnen und Hamburger dürfen teilnehmen, die Sitzungen sind öffentlich. Genaueres erfährt man auf der Webseite der Hamburgischen Bürgerschaft. Wer live verfolgen will, wie die einzelnen Parteien in Hamburg legislativ tätig sind, sollte zu diesen Sitzungen gehen.
Besonders interessant wird es natürlich, wenn man nicht nur passiv zusehen darf, sondern aktiv etwas sagen. Das wissen auch die Parteien. Und so gibt es das Instrument der öffentlichen Anhörung, mit deren Hilfe die Bürger dem Ausschuss Ihre Meinungen mitteilen sollen. Bereits am kommenden Dienstag, den 1. Juli 2008, veranstaltet der Wissenschaftsausschuss um 17 Uhr im Kaisersaal des Rathauses eine solche öffentliche Anhörung zu Studiengebühren. Wenn du Zeit hast, lohnt es sich vielleicht vorbei zu schauen und auch einen Redebeitrag vorzubereiten. Passend zum Thema gibt es beim AStA einen kommentierten Gesetzentwurf zum Download. Update: Das Wortprotokoll der öffentlichen Anhörung ist jetzt verfügbar. Freitag, 20. Juni 2008Datenschutz am Informatikum
Am 10. Juli 2008 präsentiert das HIForum einen Vortrag zum Thema Datenschutz von padeluun vom FoeBuD am Informatikum. Den einen oder anderen interessiert das Thema vielleicht.
---------- Donnerstag, den 10. Juli 2008 17:15 Uhr, D-125, Informatikum Vogt-Kölln-Str. 30, 22527 Hamburg Referent: padeluun, FoeBuD e.V. , Bielefeld Vorläufiges Thema: Den "Roten Knopf" programmieren Vortrag und Diskussion zur Gratwanderung zwischen angeordneter Verantwortungslosigkeit und dem eigenen Gewissen Der Tenor: Im weiteren Berufsleben werden Menschen immer mit der Frage der Datenerhebung/Datenaggregierung/Datennutzung konfrontiert. - Nach welchen Kritierien soll entschieden und gehandelt werden? - Warum soll ich nicht alles tun, was technisch möglich ist? --------- Der Referent ist einer der Aktiven im FoeBuD (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs) e.V. (http://www.foebud.de). Dieser "setzt sich seit 1987 für Bürgerrechte und Datenschutz ein. Beim FoeBuD treffen unterschiedlichste Menschen zusammen, die Technik und Politik kritisch erkunden und menschenwürdig gestalten wollen. Wir wehren uns dagegen, dass unsere Demokratie “verdatet und verkauft" wird. Wir wollen keine Gesellschaft, in der Menschen nur noch als Marketingobjekte, Manövriermasse beim Abbau des Sozialstaates oder als potentielle Terroristen behandelt werden. Wir wollen eine lebendige Demokratie. Der FoeBuD klärt auf durch Öffentlichkeitsarbeit, Vorträge, Veranstaltungen und charmante Aktionen. So richtet der FoeBuD jährlich die BigBrotherAwards (“Oscars für Datenkraken") in Deutschland aus. Mit unserem Fachwissen mischen wir uns - auch ungefragt - in politische Prozesse ein. Der FoeBuD arbeitet für eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter." FoeBuD gibt auch ein "Schwarzbuch Datenschutz" heraus.
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